„Auf die Knie!“

Zugegeben: man wundert sich. Leute, die nicht einmal im Traum von selbst darauf kämen, in einer Kirche den Hut abzusetzen oder gar eine Kniebeuge vor dem Tabernakel zu machen („Ich bin ja nicht katholisch!!“) oder gar bei der Wandlung zu knien, die knien auf einmal weltweit bei den seltsamsten Gelegenheiten nieder, auch wenn diese Gelegenheiten sie überhaupt nicht betreffen, eher im Gegenteil.

Man mag das der grassierenden Unbildung zuschreiben, welche die sozialistische Lebensweise fördert, weil sie sie braucht. Trotzdem fühlt man sich von einer solchen Verschiebung des Wertekanons, sagen wir, ein wenig irritiert.

Nun ist unsere Neigung zu dem Volk, das jetzt das Land der Vorfahren bewohnt, inzwischen ja bekannt. Diese Vorliebe gilt auch dem ganz speziellen Humor, der dort herrscht. Beim friedlichen Vor-sich-hin-Surfen findet man manchmal das eine oder andere Bildchen, das Freude auslöst.

Hier ist dann mal so eines:

„Na kolana“ heißt, man errät es leicht: „Auf die Knie!“ Na dann! Manches kann man eben nur mit dem nötigen Abstand und Humor ertragen – wenn auch schwer.

Gruß nach Polen, pozdrowienia dla ziemi moich przodków!

JV