Die Fassade der nachkonziliaren Kirche bricht zusammen – hier und überall. Zwei Kommentare (1)

Hedwig von Beverförde ist den Freunden des Civitas-Instituts nicht nur wegen ihres bewegenden Vortrags auf dem Civitas-Kongreß 2016 gut bekannt. In der „Tagespost“ dieser Woche schreibt sie einen Kommentar zur derzeitigen, bedrückenden und beängstigenden Lage der Kirche, den wir unseren Lesern nicht vorenthalten möchten. Unseren Kommentar zu den unsäglichen Äußerungen des Bischofs von Dresden-Meißen, Exz. Timmerevers, schließen wir an.

Der Rauch Satans

Die Fassade der nachkonziliaren Kirche ist zusammengebrochen. Von Hedwig von Beverförde

Am 26. August ist auf dem Felsen Petri eine Atombombe detoniert. In der englischsprachigen katholischen Medienwelt erscheinen grundstürzende Enthüllungen, hochkarätige Kommentare und Hintergrundstorys im Minutentakt. Vielen lässt es das Blut in den Adern gefrieren, andere empfinden es als langersehnten Befreiungsschlag. Und hier?

Teile der Hierarchie sind vollständig verrottet

Das erschütternde Zeugnis von Erzbischof Viganò, veröffentlicht am 26. August, enthüllt, daß weite Teile der Hierarchie der Heiligen Katholischen und Apostolischen Kirche vollständig verrottet sind. In den letzten 50 Jahren hat sich in der Kirche ein weltweites engmaschiges Netz homosexuell aktiver Priester und Bischöfen gebildet, in dessen Reihen massenhaft unfassbare sexuelle Übergriffe, Verbrechen und Verführungen gegenüber vornehmlich heranwachsende Jungen und Priesteramtskandidaten in Seminaren verübt wurden. Spätestens seit dem kürzlich veröffentlichten Pennsylvania-Bericht wissen wir, daß es hier auch um Satanismus, Vergewaltigungen und schreckliche Seelenzerstörung geht – verübt von geweihten Priestern. Erklärbar wird dies nur, wenn man endlich der Tatsache ins Auge blickt, daß ein wesentlicher Teil der institutionellen Kirche vom Glauben abgefallen ist. Die Kirche ist unter die Räuber gefallen.

Viganò: Papst Franziskus hat Benedikts Sanktionen gegen McCarrick aufgehoben

Neben der halben Kurie klagt Erzbischof Viganò Papst Franziskus in persona an, dieser habe die unter Papst Benedikt XVI. gegen Kardinal McCarrick erlassenen Sanktionen (keine öffentliche Meßzelebration, keine Reisen, keine Aufenthalte in Priesterseminaren, Verpflichtung zu Gebet und Buße) im vollen Wissen um McCarricks Untaten aufgehoben und ihn sogar zu seinem eng-vertrauten Berater gemacht. Wenn dies wahr ist – und derzeit spricht wenig für das Gegenteil – dann steht der Nachfolger des Heiligen Petrus, der den offiziellen Titel „Heiliger Vater“ trägt, unter Anklage nicht nur der Mißbrauchs-Vertuschung, sondern der Komplizenschaft mit der Anti-Kirche.

Fest steht schon jetzt: Die Fassade der nachkonziliaren Kirche ist zusammengebrochen. Schluß mit Happy-Clappy und falschen Rücksichten. Stehen wir fest zur Kirche Christi, und beten und tun wir alles dafür, daß die ganze Wahrheit ans Licht kommt. Jesus – Maria – Josef!

Soweit Frau von Beverförde. Wenn wir in unser Vaterland schauen, sieht es auch nicht gerade erfreulich aus.

JV