Die Fassade der nachkonziliaren Kirche bricht zusammen – hier und überall. Zwei Kommentare (2)

Wenn wir in unser Vaterland schauen, sieht es auch nicht gerade erfreulich aus. Osnabrück und Dresden: Das Bistum Osnabrück unter S.E. Bischof Bode erlebt gerade einen völlig berechtigten „shitstorm“. Völlig berechtigt: wäre es doch noch vor sehr kurzer Zeit undenkbar gewesen, daß auf der Internetseite eines katholischen Bistums ein Zitat Mohammeds erscheint. Und wenn der Satz tausendmal richtig ist: Worte des Gründers einer christen- und christusfeindlichen Ideologie, die z.B. in Indien (ach, eigentlich doch überall) Millionen von Menschenleben gekostet hat und weiterhin kostet, haben auf einer katholischen Internetseite niemals positiv zitiert zu werden – dann besser gar nicht. Nur zum Vergleich: Es gibt von einem gewissen deutschen Reichskanzler, der immerhin zwölf Jahre brauchte, um Deutschland zu zerstören, ganz zutreffende Sätze, die auch niemand zitieren würde, um eben keinen falschen Eindruck zu erwecken: Mohammed ebenso wie jener Reichskanzler waren nämlich, trotz mancher zutreffender Sätze, keineswegs positive Menschen. Im Gegenteil. Ein solcher Eindruck könnte aber durch solche Zitate entstehen.

Den Vogel abgeschossen hat jedoch S.E. Heinrich Timmerevers, Bischof von Meißen-Dresden. Wir zitieren aus einer Meldung der „Tagespost“ vom 29.08.2018:

Bischof verurteilt Vorfälle in Chemnitz

Dresden (DT/KNA) Dresdens katholischer Bischof Heinrich Timmerevers hat die gewaltsamen Ausschreitungen in Chemnitz scharf verurteilt. „Eine Straftat darf nicht dazu instrumentalisiert werden, gegen ganze Volksgruppen Wut zu schüren – das gilt erst recht, wenn diese Straftat noch nicht vollständig aufgeklärt ist“, sagte Timmerevers am Dienstag auf Anfrage.

Ganz abgesehen davon, daß Exzellenz durchaus eine gewisse Trauer über den Tod eines durch illegale Einwanderer ermordeten jungen Vaters und Mitgefühl für dessen junge Familie hätte zeigen dürfen – wenn man die Bundesphrasenfabrik-Worthülsen „instrumentalisieren“ und „Volksgruppe“ sowie „Wut schüren“ hört, dann weiß man gleich, aus welcher Ecke dieser übelriechende Wind weht. Ganz abgesehen davon, daß es noch nicht einmal fraglich ist, ob eine Gruppe illegaler Einwanderer kurz mal eben zur „Volksgruppe“ wird. Ich für meinen Teil habe um die 2000 Jahre gebraucht, um zu diesem Volk zu gehören.

Die Messerstecherei, bei der am Sonntag ein 35-jähriger Mann starb, müsse mit rechtsstaatlichen Mitteln geahndet werden. „Sie kann aber niemals rechtfertigen, dass sich Bürger zu fremdenfeindlichen, menschenverachtenden und volksverhetzenden Demonstrationen zusammenrotten.“

Das war keine „Messerstecherei“ auf Gegenseitigkeit, bei der einer der Beteiligten eben Pech gehabt hat! Es war das brutale Abschlachten eines jungen Familienvaters durch illegale Einwanderer, die nach neuesten Informationen längst hätten abgeschoben sein müssen. – Es ist natürlich nichts dagegen einzuwenden, daß hier mit rechtsstaatlichen Mitteln geahndet werden muss. Allerdings hat es in letzter Zeit eher linksstaatliche Mittel bei der Verfolgung solcher Straftaten, begangen durch längst mit Haftbefehl gesuchte Illegale Verbrecher, gegeben. Aus der Bundesphrasenfabrik wiederum stammen die Ausdrücke „fremdenfeindlich, menschenverachtend und volksverhetzend“. Pikant: der Ausdruck „zusammenrotten“ stammt aus dem DDR-Strafrecht, wo es ein Straftatbestand war. Dabei stammt S.E. Timmerevers, wie der Name nur allzu deutlich macht, aus dem Westen, aus Westfalen, das doch eher als bäuerlich-bodenständig gilt. Jedenfalls: man hört das (bzw. liest es), und die mildeste Reaktion ist ein heftiges Kopfschütteln. Zugegeben: bei mir war die Reaktion erheblich heftiger.

Die Geschehnisse in Chemnitz in den vergangenen Tagen, wo bei Protesten tausender rechter und linker Demonstranten in der Innenstadt mehrere Menschen verletzt wurden, hätten bei ihm „eine tiefe Betroffenheit und Besorgnis ausgelöst“, so Timmerevers.

Die Darstellungen der Demonstration tausender besorgter Bürger und linker Krawallos hören sich inzwischen völlig anders an. Die Gewalt kam anscheinend ausnahmslos von links, und die anfänglich von der Presse verbreiteten Berichte über „Menschenjagden“ sind ganz offenbar fake-news, derer sich ein gewisser Herr Maas annehmen sollte. Wird er aber nicht.

Und die Opfer? Die junge Familie? Die Kinder, denen der Vater ermordet wurde? Die beiden Schwerverletzten? Keine Betroffenheit. Keine Besorgnis. Genau deshalb gehen die Leute auf die Straße: weil sie das berechtigte Gefühl haben, ausgeplündert und geschunden zu werden. Und das nicht erst seit „Chemnitz“, Exzellenz.

Ich habe da im übrigen so eine Idee: in der Dresdner Hofkirche steht in der „Gedächtniskapelle“ ein abscheulich häßliches Ding aus Meißener Porzellan, auch von einem Westfalen (wen’s interessiert: bitte mal googeln, Hofkirche Gedächtniskapelle Pietà). Wie wäre es, dieses an jemanden zu verkaufen, der so etwas mag, und den Erlös der jungen Familie zur Verfügung zu stellen, der man den Vater genommen und das Leben zerstört hat?

„Unsere Antwort als katholische Kirche auf diese Geschehnisse kann nur in Versuchen einer Befriedung bestehen – und das wird sie auch.“ Auch die Bundesregierung hatte die Vorfälle scharf kritisiert.

Na dann: nur zu. Befrieden Sie mal fleißig. Nehmen Sie vorher das Kreuz ab? Ich ahne übrigens jetzt schon, was eine der zu befriedenden Bevölkerungsgruppen von der Befriedung halten wird. Und mit der Bundesregierung ist man ja sowieso in trautem Verein.

Wir allerdings stellen uns aus diesem Anlaß wiederum, wie schon so oft, die Frage: ist es erlaubt, dem Bischof Steuern zu zahlen?

JV