Kindesmißbrauch: der Skandal hinter dem Skandal hinter dem Skandal – und wozu alle die Skandale dienen

Das muß doch noch nicht einmal gesagt werden: es ist eine ungeheure Schande, daß homosexuelle Priester der Kirche Kinder und Jugendliche mißbraucht haben. Dabei kommt es noch nicht einmal auf die Zahlen an. Für jeden dieser Fälle gilt das Wort des Herrn: „Wer aber einem von diesem Kleinen, die an mich glauben, Ärgernis gibt, für den wäre es gut, daß ein Mühlstein um seinen Hals gehängt und er versenkt werde in die Tiefe des Meeres (Mt. 18,6)“.

Und es gilt nicht nur für Priester, sondern auch für Lehrer (z.B. der Odenwald-Schule, erinnern Sie sich noch daran?), für gewisse Kreise einer bestimmten Partei, die sich recht offen als Mühlstein-Kandidaten outen, und für so viele andere, von denen wir es gar nicht wissen.

Die Sache als solche ist also klar und in jeder Weise eindeutig. Der Skandal hinter dem Skandal ist allerdings mehrfach aufgegliedert, und zwar so: allem Anschein nach hat es in vielen Fällen Vertuschungsversuche gegeben, in die höchste Kreise verwickelt waren. Nein, nicht nur in der Kirche!! – Denken wir doch auch an die nie aufgeklärten Fälle wie Dutroux in Belgien, an das jahrelange Schweigen im englischen Rotherham, und welch‘ ein Schweigekartell muß die ganz argen Vorfälle des Vorzeigeinternats der BRD-Elite über Jahrzehnte hinweg gedeckt haben, bis es nicht mehr ging. Nun: Odenwald ist wieder ein geographischer Begriff geworden, an den Namen Dutroux erinnert sich auch keiner mehr, nach „Sachsensumpf“ googelt niemand mehr.

Und das ist der Skandal hinter dem Skandal hinter dem Skandal. Nochmals: wir beschönigen hier nichts. Die Einleitungssätze dieses Kommentars stehen fest. Aber es ist doch himmelschreiend auffällig, daß ausgerechnet die Skandale in der Kirche immer wieder hochgekocht werden, die anderen, zahlenmäßig bedeutenderen jedoch nicht. Hier geht es ganz offenbar darum, den ewigen Kampf gegen die Kirche nun endlich so zu intensivieren, daß sie als solche auf ewig diskreditiert ist. Und zwar nur sie. Nicht die Schulen, nicht die Sportvereine, schon gar nicht die Partei(en). In der Öffentlichkeit gibt es einfach keinen Abscheu gegen pädophile, homosexuelle Politiker, zum Beispiel. Gibt es die überhaupt? Wenn ja: wo sind sie (geblieben)? Da fehlt jede öffentliche Wahrnehmung. Wie hieß doch jener hochrangige Politiker, der Bilder von nackten Jungens auf seinem Rechner sammelte? – Ein als solcher erkenntlicher Priester allerdings ruft nach dieser Propaganda sofort Assoziationen hervor, und genau das ist gewollt.

Wenn man nämlich auf den einschlägigen Internetseiten die Kommentare unter inhaltlich völlig berechtigten Kritiken an Kirchenmännern liest, z.B. an den unsäglichen Einlassungen des Kölner Kardinals zu den nie stattgefundenen Hetzjagden in Chemnitz, dann wird einem schwindlig. Da feiert alles ganz unfröhliche Urständ‘, was an dummen und haßerfüllten Vorurteilen gegen die Kirche jemals geäußert worden ist, von protestantischer Lüge im Konfirmations- und Religionsunterricht bis hin zu Goebbels Propagandacoup von 1936 / 37, der jetzt durchschlagend zu wirken beginnt. Da streben Päpste nach der Weltherrschaft, um die Völker wieder körperlich und geistig zu versklaven, da brennen die Hexen und da foltert die Inquisition munter vor sich hin. Auch die Kreuzzüge, deren Verteidigungskampf wir überhaupt unsere Kultur, unsere großartige Zivilisation teilweise zu verdanken haben, werden komplett in ihr Gegenteil verkehrt. Und den ewigen Schnäuz haben die Katholiken auch an die Macht gebracht und seine Kanonen gesegnet. Die Protestanten übrigens nicht.

Daß das alles blühender Unsinn ist, das zählt dabei nicht. Kübel von Haß, Un- und Halbwissen werden da ausgeschüttet, jegliche Belege oder Beweise fehlen. Auch ansonsten angenehm propagandakritische Leser solcher Internetseiten werden zu hechelnder Meute, wenn es gegen die Kirche geht. Die diabolische Saat der vielen kleinen und großen Hochhuths ist aufgegangen.

Jeder westfälische Bauer weiß, daß man gegen einen Misthaufen nicht anstinken kann. Es gibt eine ganze Reihe lesbarer wissenschaftlicher Bücher, welche die Propaganda wirksam widerlegen. Aber wer liest das? Es ist ja auch viel einfacher, zu fragen, warum Männer keine Kinder kriegen sollen (dazu braucht es nur einen einzigen Satz!), als eine vernünftige Antwort zu geben (das erfordert Erklärungen mit mehreren Sätzen; spätestens beim zweiten schaltet der Fragende sein Hirn ab und sucht ein neues Thema).

Und warum das gerade jetzt passiert? Der Sozialismus glaubte sich bereits auf der Zielgeraden. Nun bekommt er überall in Europa heftigen Gegenwind, sehr heftigen sogar. Und da schlägt er um sich, mit all der Perfidität, zu der seine Propaganda fähig ist. Dazu brauchen wir nur in den Bundestag zu schauen, da ist das alltägliche Übung. Und wer etwas über die Vereinnahmung der Presse zu Propagandazwecken erfahren will, der lese hier einen etwas längeren, aber augenöffnenden Artikel eines echten Insiders. Besonders auffallend: das von Linksextremen gestützte sozialistische Regime in Spanien unter Pedro Sánchez fordert die entschädigungslose Enteignung der Kirche in Spanien, wie man ganz aktuell erfährt.

Na, klingelt’s? Nach wie vor ist die Kirche trotz aller Schwäche und trotz allen Versagens ihres Führungspersonals ein Bollwerk all dessen, was uns einmal groß und stark gemacht hat, was unsere zweitausendjährige europäische Zivilisation geschaffen hat. Es geht um Privateigentum, um Ehe und Familie, um den Schutz des Lebens in all seinen Stadien, und es geht um so viel mehr noch, was dem gemeinen Sozialisten ein Stachel im Fleisch ist – zum Beispiel um Identität, die eigene und die der Völker, die laut Herder Gedanken Gottes sind. Das alles und noch viel mehr muß zerstört werden, um aus dem Chaos die neue Weltordnung zu schaffen, nenne man sie nun Sozialismus oder irgendwie anders.

Hier soll zerstört und durcheinandergeworfen werden. Hinter aller Hetze, hinter allem Haß, hinter aller Skandalisierung steckt viel, viel mehr als die moralische Entrüstung über die schlimmen und häßlichen Verfehlungen und Missetaten von Priestern.

JV