Wenn die Dämme einmal brechen: Bischöfliche Hochzeit

Es gibt viele, sehr viele Dinge, die man noch vor relativ kurzer Zeit für vollkommen unmöglich gehalten hätte – nicht nur „bei uns“, sondern auch in christlichen Glaubensgemeinschaften. Eine solche Nachricht erreicht uns aus Kanada. Sie macht nur allzu deutlich, was es bedeutet, irgendwelche Mehrheiten über Fragen der Moral beschließen zu lassen und dem Druck von Lobbys jedweder Art nachzugeben. So etwas ist eine ernste Mahnung, wachsam zu bleiben.

In Toronto in Kanada heiratete in der dortigen St.-Jakobs-Kathedrale Bischof Kevin Robertson seinen Partner Mohan Sharma. Es assistierte die Bischöfin von Niagara, Susan Bell. In der offiziellen Verlautbarung der Kathedrale heißt es:

„Die Diözese Toronto gratuliert Bischof Kevin Robertson und Mr. Mohan Sharma, die heute in der St.-Jakobs-Kathedrale in Anwesenheit ihrer beiden Kinder, ihrer Familien und vieler Freunde getraut wurden; ebenso nahmen Erzbischof Colin Johnson und Bischof Andrew Asbil teil. Wir wünschen ihnen in ihrer Ehe viel Freude.“

Das Bild spricht für sich. Nun gut – es handelt sich um Anglikaner, nicht um Katholiken. Und doch bleibt ein tiefes Erschrecken, eine ungewisse Angst. Die flapsige Bemerkung, das sei ja schon einmal ein Schritt in die Richtung, aber wo bleibe denn der ökumenische Dialog: diese Bemerkung bleibt einem im Halse stecken.

Quelle

JV