Verantwortungsvoller Journalismus: Wie die „Faktenfinder“ der ARD arbeiten

Man staunt. Einerseits darüber, daß die offiziellen Medien trotz nachgewiesener Manipulation in allen Bereichen – wie gerne würde man den Namen Claas Relotius vergessen machen! – immer noch ein viel zu großes, weil völlig unverdientes Vertrauen in der „Bevölkerung“ genießen: das Vetrauen in Tagesschau und Co scheint ungebrochen. Und andererseits staunt man darüber, wie kaltschnäuzig eben diese offiziellen Medien über jedwede Kritik hinweggehen und ganz einfach weitermachen, als hätte es z.B. den symptomatischen und systemtypischen „Fall Relotius“ nie gegeben.

Die sozialwissenschaftlich orientierte deutsche Internetseite science files haben wir bereits öfter erwähnt. Dort finden wir eine entlarvende, eine vernichtende Untersuchung über die Seriosität eben dieser „ARD-Faktenfinder“, die ja offiziell angetreten sind, fakenews zu entlarven. Daß sie selbst eben solche fakenews verbreiten, mag nicht nur an ihrer Inkompetenz liegen, sondern auch an ihrer ideologischen Fixierung auf eine Welt als sozialistischer Wille und sozialistische Vorstellung.

Unter dem Titel: „Mangelnde Qualifikation: ARD-Faktenfinder verbreitet Fake News“ schreibt Michael Klein:

Jeder kann heute bekanntlich alles. Blinde können die Welt beschreiben, wie sie sie sehen, Lahme an Sprintläufen bei Olympischen Spielen teilnehmen, Stumme können die Rede des Jahres halten und Taube beim Geheimdienst Lauschangriffe durchführen. Und weil alle alles können, können Personen, die sich für Journalisten halten, eben einmal Faktenfinder werden und weil das noch nicht reicht, mutieren sie zudem innerhalb kürzester Zeit und unter Auslassung jeder Ausbildung zum Wissenschaftler.
Sammeln wir drei Passagen aus dem neuesten Unglück, das beim ARD-Faktenfinder Text geworden ist.
[1] „Ältere und Konservative teilen öfter Fake News.“
Der Titel steht über dem Beitrag des ARD-Faktenfinders.
[2] „Nutzer sozialer Medien ab 65 Jahren teilen fast sieben Mal mehr Falschmeldungen im Netz als Jüngere. Das zeigt eine Studie der Universitäten Princeton und New York …“.
[3] „Für die Studie prüften die Autoren die Facebook-Nachrichten von fast 1200 Menschen in den USA. Die Forscher verglichen die von den Nutzern geteilten Links mit mehreren Links von Websites, die dafür bekannt sind, Falschmeldungen zu verbreiten. Die in der Fachzeitschrift ‚Science Advances‘ veröffentlichte Studie ergab, dass nur 8,5 Prozent der Probanden einen Link von einer dieser Seiten geteilt hatten. Diese waren jedoch zumeist älter und ordneten sich selber eher dem konservativen Teil des politischen Spektrums zu.“
Mit diesen drei Passagen sind rund 70% des Beitrags der ARD-Faktenfinders erfasst. Der Rest ist Gesülze, das der namenlose Faktenfinder in der Washington Post unter der Eigenleistung einer Übersetzung abgeschrieben hat.

Wir empfehlen unbedingt die weitere Lektüre dieser augenöffnenden Untersuchung.

JV