„Je suis Charlie“? – Nein Danke! Schlimmste Gotteslästerung auf Seite 1

Nur ein „Skandal“? – Wenn man das, was man mit uns Katholiken ziemlich gefahrlos tun kann, mit Angehörigen einer gewissen anderen Religion täte, wäre schon halb (wenn nicht ganz) Frankreich in Brand und Aufruhr. Die französische „Satirezeitschrift“ Charlie Hebdo fiel schon immer durch extrem geschmacklose und dämliche Provokation auf und erreichte leider damit durchaus erfolgreich einen gewissen Bekanntheitsgrad. Jetzt hat sie alles in den Schatten gestellt, was sie bisher verbrochen hat.

Angriffsziel des Blattes sind immer wieder Glaube und Kirche, wobei es sich in Frankreich um einen Angriff auf eine immer mehr verschwindende Amtskirche handelt. Vor vielen Jahren war der Heilige Vater Benedikt XVI. Ziel einer perfiden Karikatur, die derartig unterirdisch war, daß wir sie hier gar nicht beschreiben wollen.

Mitten in der Fastenzeit und in aller Öffentlichkeit wurde nun an allen Kiosken des Pressevertriebsunternehmens JCDecaux das Titelblatt der neuen Ausgabe von Charlie Hebdo mit Plakaten beworben. Diese zeigen das Gesicht unseres Herrn Jesus Christus – jedoch, man traut es sich kaum zu schrieben – in ein männliches Geschlechtsteil transformiert. Beweisbilder werden wir hier natürlich nicht veröffentlichen.

Eine so unerhörte Provokation in aller Öffentlichkeit hat es noch nie gegeben. Trauer, Abscheu und Entsetzen. Und es fällt uns zugegebenermaßen sehr schwer, gewisse Gedanken über das Attentat gegen die Redaktion der „Satirezeitschrift“ zu unterdrücken, das europaweit zu „Je suis charlie“-Soldarisierungen geführt hatte.

Mit denen, welche die Ideologie der damaligen Attentäter teilen, hätte man schon mit weniger „Aufwand“ erheblichere Schwierigkeiten bekommen.

Und die Katholiken wehren sich nicht? Nun, sie sind in Frankreich, der ältesten Tochter der Kirche, inzwischen zu einer Minderheit geworden.

Es kann aber nicht sein, daß eine so abartige und in jeder Weise widerwärtige Aktion unbehelligt durchgeführt werden kann. Ironie der Geschichte: 22 Kiosks der JCDecaux sind durch die Gelbwesten zerstört worden, die Plakatierung der gotteslästerlichen Werbung ist auf diese Weise beendet.

Trotzdem bleiben zwei Dinge zu tun:

Erstens: eine Sühnegebetsaktion. Es ist dazu aufgerufen, sich in allen Kirchen Frankreichs heute um 18.30 Uhr zum Rosenkranzgebet zu versammeln. Wir Deutschen können uns diesem Gebet natürlich aus der Ferne anschließen. Lassen Sie uns den Herrgott um Verzeihung bitten, und auch darum, daß die Verhältnisse in unserem Vaterland nicht so entsetzlich werden wie bei unseren Nachbarn: Herr, strafe uns (alle) nicht in Deinem (gerechten) Zorn.

Zweitens: Eine katholische Organisation mit Namen lagrif.fr wird die Autoren der Karikatur vor Gericht ziehen und von der Vertriebsgesellschaft JCDecaux als Mitverantwortlicher zumindest eine Entschuldigung und eine Unterlassungserklärung zu erreichen versuchen. Sobald wir in Erfahrung bringen können, wie man diese Organisation unterstützen kann, werden wir zur Unterstützung aufrufen und die entsprechenden Informationen weitergeben.

Es kann und darf nicht sein, daß man unseren Herrn und Meister ungestraft und folgenlos so sehr beleidigen kann, wie man es z.B. mit keinem Politiker tun würde, mit gewissen Propheten schon gar nicht.

Die zu tragenden Folgen sollten aber dem Stand unserer Zivilisation entsprechen und völlig gewaltfrei sein und bleiben.

Es lebe Christus, der König.

JV