Warum das neue Brasilien den linken Medien nicht gefällt

Christine Nogueira do Reis Tonietto wird kurz Chris Tonietto genannt. Sie ist eine brasilianische Rechtsanwältin von 27 Jahren und Mitglied der (igitt, igitt) „rechten“ Partei von Jair Bolsonaro. Im vergangenen Oktober wurde sie zur Abgeordneten von Rio de Janeiro gewählt.

Die Legislaturperiode des neuen brasilianischen Parlaments hat am 1. Februar begonnen. Am 5. Februar hielt Chris Tonietto ihre Jungfernrede:

„Ich möchte mein Mandat, unser Mandat Christus weihen, dem König des Universums, und Unserer Lieben Frau von Aparecida, der Patronin Brasiliens, dieses Landes, das sich in seinen Anfängen das Land des Heiligen Kreuzes nannte. An dieser Stelle möchte ich nochmals meinen moralischen Einsatz für die Verteidigung des Lebens von der Empfängnis an bekräftigen, ebenso die Verteidigung der Familie und den Kampf gegen Abtreibung, Genderideologie, Korruption und Verbrechen. Die Jugend Brasiliens möchte ich bestärken, die Hoffnung auf unser Land nicht zu verlieren. Meinem Land möchte ich mit all meiner Liebe dienen, mit allem ethischen und moralischen Einsatz und mit aller Kraft, die mein katholischer Glaube mir gibt. Ihnen allen wünsche ich ein erfolgreiches und gesegnetes Mandat, und daß Gott alles segne, was wir hier tun in diesem hohen Hause. Es lebe Christus, der König!“

Im Wahlkampf hatte sie in einem Interview erklärt: „Meistens, eigentlich immer schließe ich meine Reden mit dem lauten Ruf ‚Viva Cristo Rei‘, aus einem einfachen Grund: ich bin katholisch, und als Katholikin kämpfe ich für die Wiederaufrichtung der Christenheit, und ich glaube, daß wir nur zu einer wirklichen Kultur des Friedens kommen werden, wenn wir wieder anfangen, Christus als den König unseres Landes anzuerkennen.“

Nun stelle man sich vor, eine junge Abgeordnete z.B. jener Partei, die trotz allem und immer noch ein „C“ in ihrem Namen hat, hielte eine solche Rede. Man möchte sich den Tumult im Hohen Hause der BRD gar nicht vorstellen – oder doch? Er wäre noch verräterischer als so mancher Tumult, der dann losbricht, wenn jemand aus einer von den anderen Parteien geächteten Partei Daten und Fakten sachlich vorträgt.

Und wenn solche Reden bis in die Ordinariate, vielleicht sogar bis in die Privatgemächer unserer Bischöfe dringen würden? Und dann bis nach Rom… Ja, gut, gut. Ist ja nur ein Traum. Andererseits: wir haben solche jungen Leute. Sie kommen nur nicht in die Parlamente, in der EU: sie fallen durch’s Sieb. Noch.

JV