„Fall Strache“: Verlogenheit und zweierlei Maß widern einfach nur an

Ja! Heinz-Christian Strache ist auf ganz dumme Weise in einen sogenannten „honeypot“ gefallen. Das ist äußerst peinlich, insbesondere, weil man doch weiß, daß solche Honigfallen überall herumstehen, daß sie, je wichtiger und „gefährlicher“ man ist, auch enorm gut vorbereitet werden. Und diejenigen, welche die Fallen aufstellen, wissen auch sehr genau um die Schwächen, die man ausnutzen kann: Alkohol, Frauen, Geld, Rauschgift… manchmal auch alles das zusammen.

Herr Strache ist weiß Gott nicht der erste, der auf so etwas hereinfällt. Der arme FDP-Mann Rainer Brüderle ist wegen der an sich harmlosen Peinlichkeit seiner Bemerkung noch gut erinnerlich, aber seither abgetaucht. Auch hier lagen zwischen dem „Vorfall“ und seiner Veröffentlichung zwei Jahre. – Erinnert man sich noch an den hochrangigen französischen Politiker Dominique Strauss-Kahn, der das New-Yorker Hotel und gleich die USA fluchtartig verließ, als er bemerkte, in eine solche Honigfalle geraten zu sein? Auch er verschwand in der Versenkung.

Andererseits: gab es da nicht in allerjüngster Zeit eine Berateraffäre rund um Ursula von der Leyen (und nicht nur diese Berateraffäre!)? – Die vielen Finanzskandale aller Altparteien – schon vergessen? Noch ganz frisch und schon verdampft: der Finanzskandal der FDP rund um eine parteinahe Stiftung; es geht um „umgelenkte“ Steuergelder. – Und gab es da nicht einen Focus-Bericht (nicht, daß wir dieses Blatt lesen würden, beileibe) über Jens Spahn, der rege Lobbyarbeit für die Pharmaindustrie leistete und nun, als Gesundheitsminister, hunderttausende Masernimpfungen erzwingen will? Na, wer wird denn da Böses denken!

Alles das hatte bisher keine Folgen. Möglicherweise, sagt der unverbesserliche Optimist, könnte es aber Folgen haben, bei den nächsten Wahlen, und seien es auch nur die zum EU-„Parlament“. Und da sind wir beim Thema (das wir noch gar nicht verlassen haben).

Heinz-Christian Strache ist nur der vorläufig letzte einer ganzen Legion von Politikern, die auf diese Weise ins Abseits gekickt wurden. Dazu muß er gar nicht der „Depp“ sein, als der er jetzt niedergemacht wird, weil er eben in eine solche Honigfalle getappt ist. Er ist nämlich nicht der einzige „Depp“, der die eine oder andere Leiche im Keller hat. Wetten? Da können wohl noch viele stolpern, auch fallen.

Uns soll eingeredet werden, nur „Rechtspopulisten“ seien zu so etwas fähig. Alle anderen sind einfach zu honorig. Deshalb schmelzen die Skandale der anderen schneller weg als das Polareis in der Klimalegende.

Und was hat Strache getan? Na: er wollte mit Hilfe einer „russischen Milliardärin“ die freie österreichische Presse manipulieren.

Das ist natürlich extrem verdammenswert. Mit einer russischen Milliardärin. Auch wenn es nur eine „angebliche“ ist bzw. war. Er hätte das mit George Soros tun sollen, dann hätte kein Hahn danach gekräht! Allerdings ist Strache nicht links, sondern eben rechts, und da geht das dann nicht, das mit Soros, was ansonsten allüberall mit von ihm finanzierten linken und linksextremen Projekten hervorragend klappt.

Kein Mensch regt sich darüber auf, daß „Welt“-Schreiber per Vertrag verpflichtet sind, nur positiv über die USA zu schreiben, daß es die „Atlantik-Brücke“ gibt, welche unsere „Meinungsbildung“ massiv beeinflußt. Aber Rußland – das ist pfuibah. Rußland ist das Schmuddelkind, mit dem man nicht spielt.

Er wollte die Presse manipulieren.

Man braucht nur „Pressebeteiligungen SPD“ zu googeln. Niemanden stört es, daß die SPD an über hundert Zeitungen beteiligt ist bzw. solche besitzt, übrigens auch in Polen. Warum stört es nicht? Richtig. Die SPD (so es sie denn noch gibt, als Partei, nicht als Medienkonzern) ist ja links. Und nicht rechts.

In der BRD schreibt die gesamte Presse für SPD und noch linkere Vereinigungen, ARD und ZDF sind Propagandasender für die Ziele von Grünen, SPD und Gewerkschaften. Solche Parteilichkeit ist offenbar kein Problem. Ein solches wird es nur, wenn eine vergleichsweise kleine „Kronenzeitung“ angeblich zugunsten der FPÖ schreiben soll. Die FPÖ ist nämlich nicht links. Gar nicht.

Heinz-Christian Strache wurde angetrunken auf Ibiza heimlich gefilmt. Dieser Film wurde nun, Honigfalle eben, zum Sturz der Koalition genutzt, die für den scheinkonservativen Kanzler Kurz von der scheinkonservativen ÖVP unbequem geworden ist. Zwei Jahre, nachdem der Film gedreht wurde, und ganz kurz vor der für die Linken von CDU/ÖVP bis noch weiter links wohl desaströsen Wahl des EU-“Parlaments“. Na, na: ein Schuft, wer Böses dabei denkt! Und wenn man zum Beispiel und zum Spaß mal „Bundestag, Reichstag, Kokain, Alkohol“ googelt, wenn man sieht, wie im Bundestag tischeweise Sektgläser geleert werden, dann weiß man, was zweierlei Maß ist. Bei youtube fand / findet man da auch das eine oder andere Filmchen.

Was in Österreich zum Bruch der Koalition führte, ist also nichts weiter als normale Realität in, sagen wir mal, anderen Staaten.

Besonders abstoßend ist das Nachtreten der linken Systempresse. Heinz-Christian Strache, den wir hier in keiner Weise verteidigen wollen, ist ganz einfach fertig. Sein politisches, sein berufliches Leben ist gelaufen.

Und jetzt kommen die Schlagzeilen:

„Muß für mein Baby stark sein“: Straches Frau steht unter Schock (ntv.de – politik)

„Regierungskrise in Österreich – Ibiza-Affäre: Nach Zerbrechen der Regierung bröckelt nun auch Straches Ehe“ (focus-online news)

„Strache-Frau Philippa schockiert über Ibiza-Video: „Er muss mit Konsequenzen leben“ – Das skandalöse Ibiza-Video zerstörte die politische Karriere von Heinz-Christian Strache. Wankt nun auch seine Ehe?“ (Merkur.de)

Widerlich. Ganz einfach widerlich. Man möchte sicherlich nicht in Heinz-Christian Straches Haut stecken. Aber ganz sicherlich auch nicht in der Haut jener Journaillisten. Und unter gar keinen Umständen in der Haut jener, die solches planen und durchführen. I gitt. Nein Danke.

JV