Polen unter dem Kreuz: der 14. September als nationales Ereignis

Am 14. September feiert die Kirche das Fest Kreuzerhöhung. Und wieder ist es der Blick nach Osten, der uns zeigt, wie es sein könnte: in ganz Polen wird es unter der Bezeichnung „Polen unter dem Kreuz“ eine große Gebetsbewegung geben.

Diese Bewegung wird von katholischen Laien organisiert, und zwar als Fortsetzung jener geistlichen Ereignisse, über die wir auch berichteten: Der „Große Tag der Buße“ am Nationalheiligtum in Tschenstochau und der „Rosenkranz als Grenzschutz“, der auch Gläubige anderer Länder (Irland, die britischen Inseln, Australien…) anregte.

Maciej Bodasiński ist der Sprecher der Bewegung. Er erklärt:

Wir haben bereits den „Großen Tag der Buße“ organisiert. In dessen Verlauf haben wir die Sünden der polnischen Nation bereut. An den Grenzen unseres Landes haben wir den Rosenkranz gebetet. Wir sind fest davon überzeugt, daß die Muttergottes uns unter das Kreuz ihres Sohnes Jesus ruft. In einer Zeit, in der sich so viele von Christus abwenden, in der das ewige Leben so vieler Menschen in Gefahr ist, in der wir uns immer mehr irdischen Dingen zuwenden, in einer solchen Zeit wollen wir das Haupt erheben und auf Jesus schauen, der am Kreuz für uns stirbt.

Im Jahr 1997 hatte Johannes Paul II. anläßlich einer Pilgerfahrt in seine Heimat das polnische Volk aufgefordert, „das Kreuz zu verteidigen:

beleidigt nicht den Namen Gottes in euren Herzen, im Familienleben oder in der Gesellschaft. Ich habe Gott heute für eure Vorfahren gedankt, die ein Kreuz auf dem Berg Giewont errichtet haben. Dieses Kreuz strahlt über ganz Polen, von der Hohen Tatra bis hin zur Ostsee. Und es sagt zu Polen, zu ganz Polen: „Sursum corda“ – „Empor die Herzen“. Ganz Polen, von der Ostsee bis zur Hohen Tatra, muß auf das Kreuz auf dem Berg Giewont schauen, es muß von dort vernehmen und wiederholen: „Sursum corda“.

Eine Kopie des Kreuzes auf dem Berg Giewont findet sich auf dem Sitz der Bewegung „Polen unter dem Kreuz“ am Flughafen von Kruszyn (Kruschen) bei Włocławek.

Das landesweite Gebet wird in geistlicher Vereinigung mit Golgotha, dem Kalvarienberg und der Grabeskirche in Jerusalem stattfinden, wo um 15 Uhr Ortszeit eine Messe in den Anliegen der Kirche, Polens und der ganzen Welt gelesen wird.

Immer mehr Bischöfe fordern dazu auf, sich den Anliegen von „Polen unter dem Kreuz“ anzuschließen; es kann also wohl gesagt werden, daß es sich um eine nationale Bewegung handelt. Erzbischof Marek Jędraszewski von Krakau und Vizepräsident der polnischen Bischofskonferenz erklärt:

Die Kirche, ebenso wie die Gläubigen, wird heute von so vielen bösen Kräften heftig angegangen – lassen wir uns von Maria unter das Kreuz Christi führen.

Und Lech Dokowicz, Organisator der Bewegung, fügt hinzu:

Es gibt eine klare und eindeutige Bewegung in den Herzen der Bischöfe und der katholischen Laien in ganz Polen, und die Organisation des Gebetes unter dem Kreuz gewinnt immer größeren geistliche n Schwung. Die Geschichte unseres Landes zeigt ganz klar, daß das polnische Volk lebt und gedeiht, wenn es Gott, dem Evangelium und dem heiligen Kreuz treu bleibt. Wir wollen unsere Verbindung zu Gott wieder herstellen, wir wollen einen Kampf um unseren Glauben, unsere Heiligung wieder aufnehmen. Wir wollen Gott bitten, Seinen Heiligen Geist über uns, über das polnische Volk auszugießen, damit wir wieder Kraft gewinnen, gegen die Sünde zu kämpfen. Viele werden in ihren eigenen Pfarreien beten, vor den Missionskreuzen, vor den Wegkreuzen, in den Kapellen. In den letzten Tagen haben sich 300 Gebetsorte auf der Karte unserer Webseite eingetragen. Momentan sind es insgesamt über 700 Gebetsorte.

Die Katholiken der ganzen Welt sind aufgefordert, sich diesem Gebet anzuschließen und zu sehen, wie die Polen beten und ihr Leben, ihr Land dem Herrn Jesus Christus weihen.

„Polen unter dem Kreuz“ wird direkt im Fernsehen und von den nationalen Rundfunksendern übertragen.

Hier der Link zum „Spot“ von „Polen unter dem Kreuz“.

JV