Aachen: Es geht (nicht nur) um die Ehre der Gottesmutter

Nein. Es wundert einen in gar keiner Weise. Bis in die jüngere Vergangenheit hinein war die kirchliche Kunst ein Hort der Zivilisation, der Schönheit, der Erbauung und Erhebung der Seele. In einer Zeit jedoch, die das Häßliche, das Unharmonische zum Ausdruck ihres Selbst gemacht hat, wundert es wenig, wenn im Bistum Aachen auf Betreiben der Verantwortlichen und ihrer Wasserträger nicht nur jegliches künstlerische Gefühl der Ehrfurcht vor dem Schönen zerstört werden soll, sondern nun auch die Ehre der Gottesmutter massiv angegriffen werden soll.

Man konnte die Zerstörungen ästhetischen Empfindens in den ersten Jahrzehnten noch als Entgleisungen oder als Ausdruck eines gestörten Zeitgeistes empfinden. Es tat weh, wenn harmonische Kirchenräume verunstaltet wurden, wenn protestantische Eiseskälte in unsere Kirchen einzog. Das weitgehende Ersetzen einer künstlerisch wertvollen Kirchenmusik durch höchst banale, anspruchslose bis strunzdumme Gesänge tat weh. Das hat bis heute nicht aufgehört, es geht ungebrochen weiter. Und was da nicht alles auf dem Müll gelandet ist! Nicht zuletzt landete dort, bildlich gesprochen, auch der Katechismus.

Und nur so kann man sich erklären, was im Bistum Aachen geplant ist. Nur wer die Rolle der Gottesmutter im katholischen Glaubensleben nicht kennt, kann billigen, was dort angesagt ist. Vor allem: nur wer die Rolle der Gottesmutter bei unserer Erlösung, die Liebe Jesu zu seiner Mutter und die Liebe Gottes zu seiner jungfräulichen Braut nicht kennt, würde so etwas planen. Das ist aber keine Entschuldigung, denn Unwissenheit schützt nicht!

Im Aachener Dom wird eine Statue der Gottesmutter als Kaiserin verehrt. Sie hat, wie es bei derartigen Statuen üblich ist, dutzende wunderschöner Gewänder, mit denen sie je nach kirchlichem Festkreis bekleidet wird. Nun sind neue Gewänder grundsätzlich und als Zeichen der liebevollen Verehrung immer angebracht und willkommen. In Aachen allerdings weitet sich das Ganze zu einem Skandal aus. Die Vorschläge für „ein neues Kleid für Maria“ reichen, wenn wir es sehr zurückhaltend ausdrücken, von primitiv („Hosenanzug, wie die Kanzlerin“) bis pervers.

Man findet Informationen zu diesem neuerlichen Akt barbarischer Unkultur in unserer Kirche unter den folgenden, von uns sehr empfohlenen Links:

https://kaiserinvonaachen.wordpress.com

https://kaiserinvonaachen.wordpress.com/aktuelles/

https://www.openpetition.de/petition/online/unterschriften-sammlung-gegen-die-aktion-ein-neues-kleid-fuer-maria

Wohlgemerkt: bei Unterschriftenaktionen sind wir skeptisch, obwohl wir sie in diesem Fall ausdrücklich empfehlen – wir werden auch unterschreiben. Erfahrungsgemäß scheren sich die Verantwortlichen jedoch kaum um solche Aktionen. Wir halten Emails oder Briefe, die die Ablehnung solcher Pläne und Aktionen sachlich begründen, für bedeutend wirkungsvoller, haben sie doch nebenher die Eigenschaft, Postfächer (elektronische wie reale) ordentlich zu füllen, dadurch aufzufallen und die Ablehnung deutlich spürbar zu machen. Briefe und Emails werden auch von den Initiatoren der Aktion empfohlen.

Wir bitten unsere Leser, sich auf den oben genannten Links kundig zu machen und entsprechend zu reagieren. Zeigen wir, daß wir nicht bereit sind, die glaubenszerstörenden Banalitäten weiter mitzumachen oder sie auch nur zu dulden!

Schließlich geht es um die Ehre der Himmelskönigin, der Mutter Gottes, die auch unsere Mutter ist!

JV