Wir lassen Euch nicht davonkommen!

Es gibt eigentlich nichts, was über jene bedauernswerte, psychisch schwer auffällige Schwedin noch zu sagen wäre. Der mitleiderregende Auftritt dieser armen, mißbrauchten Kranken beim Klimagipfel in New York sagt alles, mehr braucht es nicht. (Blogger Danisch fühlt sich durch diesen Auftritt an Chucky, die Mörderpuppe erinnert – nicht ganz zu unrecht, wie man hier sehen kann).

Würde man denken. Ist aber nicht so. Die „Nachrichten“, die Presse spielt nach wie vor dieselbe Melodie, die man inzwischen nicht mehr hören kann, die Propaganda läuft rund, und eines der Flaggschiffe eben dieser Propaganda klärt heute das Volk auf: „Trump spottet über Greta Thunberg“. Wie kann der nur. Das ist Lästerung! Völlig zu recht wird Trumps Scheitern nun schon seit seinem Antritt vorausgesagt – nur zu blöd, daß der davon nichts mitkriegt und die US-Amis ihn weiterhin mehrheitlich o.k. finden.

Und hier? Nach wie vor fahren Jugendliche kurz nach der Mauser mit ihren knatternden und stinkenden Zweitaktern immer im Kreis durch die Siedlung, nach wie vor fahren die Muttis ihre Kinder einen satten Kilometer zur Schule, alte Männer mit ziemlichen Vorbauten um die Leibesmitte röhren vor allem am Wochenende ihre Probleme mit Motorrädern in die Gegend, und zwar unter Mißachtung jeglicher Verkehrsregeln. Und alle sagen, wie gut es doch sei, daß die Kinder, daß die Jugendlichen sich auf Regierungsdemos für’s Klima starkmachen. Nicht nur in diesem Sinne scheint das Land nicht nur sehr, sehr krank – es ist sehr, sehr krank. Wer Augen und Ohren offenhält und sich den Verstand nicht zukleistern läßt, merkt das an allen Ecken und Enden.

Und alle reden von „Nachhaltigkeit“. Prima! Da denkt meine Generation (naja, sicher nicht alle) an die nachhaltigste Zeit, die wir so erlebt haben, bevor wir Leben und Zukunft der heutigen Jugend ruinierten (die übrigens die sauberste Luft atmet, die es seit Jahrzehnten, wenn nicht länger, in diesem Land gibt). Ob unsere heutigen Grétins wohl eine Jugend wie unsere haben wollten? Strümpfe, Socken wurden gestopft, und das kratzte, je nachdem, wo der Stopffleck saß. Stopfen kann heute keiner mehr, und selbst wenn: die Socken sind heute so hergestellt, daß man sie gar nicht mehr stopfen kann. – Würden unsere Markenklamotten-Träger*innen etwa auch Pullover mit Bündchen tragen (für die Nachgeborenen: „Bündchen“ wurden an die Pullover gestrickt, wenn sie zu klein wurden)? – „Ein Pfund Erbsen, bitte.“ – „Haben Sie eine Tüte mitgebracht?“ : Ein heute unverständliches Verkaufsgespräch.

Knöpfe, Reißverschlüsse wurden von Kleidung abgetrennt; die Kleidung wurde dann noch zum Putzen verwendet, und meine Mutter hatte noch eine beachtliche Knopf- und Reißverschlußsammlung, mit der wir Kinder gerne spielten. Geschenkpapier wurde wiederverwendet. Die Lederhose, die zu klein geworden war, wurde dem jüngeren Bruder „weitervererbt“, ebenso die Schuhe, wenn sie noch brauchbar waren, und das waren sie meistens, da noch von anderer Qualität.

Flugreisen ins Wochenende? Wir kennen Schulen, deren Schüler das Wochenende in Singapur oder Abu Dhabi verbringen. Uns mußte eine Fahrradtour zu Oma und Opa reichen, und das tat es auch. Und was das Fleisch anbetrifft: ja. Gab’s auch. Sonntags. Deswegen hieß das ja auch „Sonntagsbraten“. Man könnte noch so viel erzählen…

So, liebe Grétins, liebe Grétin-Versteher: das alles war damals sehr, sehr nachhaltig. Und bevor Ihr uns einen erzählen wollt, fangt doch einfach mal selber an, Eure lächerlichen Forderungen und Vorwürfe nicht nur realistisch zu sehen, sondern auch wirklich nachhaltig zu leben. Wir Alten hätten da ein paar Tips für Euch. Aber – könnt Ihr überhaupt, ohne stinkende Zweitakter, ohne umweltzerstörende Smartphones, ohne Gucci, ohne Markenklamotten, ohne Singapur, ohne Disco, ohne… ach, sucht Euch was aus. Könnt Ihr nämlich nicht, Ihr Lernverweigerer!

Also laßt uns auch endlich mit diesem blöden Klimagedöns in Ruhe!

JV