Die Sternsinger und Maryam, Youssef und das Kind

Der hier abgebildete Teil eines Bastelbogens stammt dem Vernehmen nach vom „katholischen“ Kindermissionswerk „Die Sternsinger e.V.“ und soll aus einem Offenburger Kindergarten mitgenommen worden sein.

Liebe „Sternsinger“, schon seit längerem ist unser Spendenbudget durch staatlich erzwungene Spenden für Ziele, die wir nicht beeinflussen können, stark eingeschränkt. Das obige Bild veranlaßt mich dazu, meine Spendenbereitschaft und ~streuung nochmals zu bedenken. In Eurem Falle sinkt sie nunmehr auf Null (was nicht bedeutet, daß Ihr die üblichen Süßigkeiten, die Ihr schon immer bei uns bekommen habt, nicht weiterhin bekommt. Soll heißen: Ihr bekommt sie).

Ich bin nicht bereit (und wüßtet Ihr, worum es geht, wäret Ihr es auch nicht), die Schaffung einer abrahamistischen Einheitsreligion dadurch zu unterstützen, daß die Menschwerdung Gottes, daß seine Geburt aus der Jungfrau Maria, kurz: daß das größte Ereignis der Menschheitsgeschichte zu „Maryam, Youssef und Kind“ banalisiert und somit auch für Leugner der Gottheit meines Herrn akzeptabel wird.

Bekanntlich heißt es unter anderem in Sure 2, Vers 116 des Buches jenes „Gottes“, auf den gewisse Leute „mit Hochachtung“ blick(t)en, Gott zeuge nicht und habe keinen Sohn. Das akzeptiere ich meinerseits nicht. Genauso wenig, wie ich Kirchenfunktionäre akzeptiere, die ihre Kreuze verleugnen. Nach den Kreuzen – nun auch die Krippe? Nach Golgatha nun auch Bethlehem? Nein. Danke.

Liebe Sternsinger, Ihr seid mir willkommen. Der Apparat hinter Euch nicht. Und zwar überhaupt nicht.

JV