Aus fremder Feder: Einfach mal selbst nachdenken – durch richtiges Fragen

Ein Geheimnis ist das nun wirklich nicht mehr: wer sich auf die Informationen der Medien verläßt, der fällt einer immer plumperen Art des betreuten Denkens zum Opfer. Er wird ganz offen manipuliert, wenn er sich nicht bei sogenannten alternativen Medien umschaut und das gute alte Werkzeug des eigenen kritischen Verstandes gebraucht. Die Propaganda ist so massiv und wird gerade in der letzten Zeit bei bestimmten Themen derartig mit dem Holzhammer in die Köpfe gehauen, daß es eigentlich jeder, aber auch jeder merken müßte.

Eigenes Nachdenken eröffnet da manchmal (ach was: immer!) ganz ungeahnte Überraschungen. Jemand, der solche Überraschungen immer wieder gerne erlebt und ein Blog dazu unterhält, diese Erkenntnisse mitzuteilen, ist Hadmut Danisch, den wir schon öfter zitierten. Seine Ansichten über die Geisteswissenschaften teilen wir nicht, es sei denn, es geht um die seit Jahrzehnten links bis radikal linksextrem unterwanderten Universitätsinstitute oder Fakultäten. Dann teilen wir sie. Auch seine Ansichten über Glauben und Kirche, die mangelnder Kenntnis entspringen, sind uns viel zu oberflächlich und in der Sache oft haarsträubend falsch.

Das tut nichts zur Sache, wenn er in anderen Dingen Recht hat. Und das hat er erstaunlich oft, nämlich dann, wenn er mit dem klaren und analytischen Verstand des Informatikers, des Mathematikers an gewisse Themen herangeht. Wir kennen keinen einzigen Mathematiker bzw. Informatiker, der links ist. Was Wunder? Diese Bereiche sind einfach zu fakten- und logikorientiert, und das formt das Denken; Spinner haben da keine Möglichkeit, sich mit abstrusen Theorien auszutoben.

Wir möchten gerne einen Blogbeitrag vom gestrigen Tage zitieren, der das ganz anschaulich verdeutlicht, was wir sagen wollen. Und zwar am Beispiel von Gedanken über Diversität, Multikulti und all die Vorteile, die das so mit sich bringt. Das Wort gehört also Hadmut Danisch:

Ein Leser fragte mich zu meinem Artikel von gestern über den Kosovo-Kinofilm, wie das eigentlich zusammenpasse:

Jugoslawien musste aufgespalten werden, die haben sich da in Scharen gegenseitig umgebracht, bis jeder seinen eigenen Staat hatte und das getrennt war. Aber uns erzählen sie, die Welt könne nur an Mischung, Durchmischung, Multikulti und Diversität genesen. Und das, obwohl die verschiedenen Gruppen in Jugoslawien ethnisch und so weiter gar nicht mal weit auseinander waren.

Weiß ich nicht.

War halt so ein sozialistisches Mischexperiment, das tödlich schief gegangen ist. Aber sie lernen ja auch nichts draus.

Aus der Tschechoslowakei hat man auch nichts gelernt. Obwohl Tschechen und Slowaken ja eigentlich auch nicht so weit voneinander entfernt waren, ging’s nicht.

Aber der ganze Sozialismus hat ja noch nie funktioniert und trotzdem lernen sie nichts draus.

Ich persönlich fände die Frage viel interessanter, warum sie uns ständig einen von Multikulti und dem Wundermittel Diversität erzählen, dann aber gleichzeitig sagen, wir müssten doch die Kriegsflüchtlinge aufnehmen. Warum haben die dann überhaupt Krieg, wenn doch Multikulti alles gut machen soll?

Oder warum setzt man sich für Palästina und gegen Israel ein, wenn das doch nach der Diversitätsdoktrin gar nicht nötig sein dürfte, weil die sich gegenseitig so super und toll ergänzen müssten.

Ich verstehe nicht, warum die Diversitätskrieger nicht einfach dahin gehen, wo etwas los ist, also beispielsweise zu den Palästinensern oder den Iranern, und denen mal erzählen, wie toll Diversität ist und dass durch Multikulti alles besser würde, und sie einfach ganz dringend Israelis in ihren Wohngegenden brauchen, in ihren Firmenvorständen, in ihren Fernsehsendern, Professuren und Politikerposten.

Wenn das, was sie hier immer erzählen, keine Lüge ist und sie das wenigstens selbst glauben, dann hätten sie doch längst mit ihrem Hokus-Pokus den nahe Osten durchbefriedet haben. Oder es jedenfalls versucht. Das wäre doch aus so einer Behauptung die zwingende Konsequenz.

Oder lügen die uns alle nur an und wissen genau, dass es nicht stimmt und nicht funktioniert?

Ich finde das immer sehr interessant, sich mal zu überlegen, wie ein anderer, der irgendetwas behauptet – unabhängig davon, ob es stimmt und nachprüfbar ist – eigentlich handeln und sich verhalten müsste, wenn er das, was er behauptet, wenigstens selbst glauben würde.

Fragen über Fragen. Denkanregungen über Denkanregungen. (Vom eigentlichen Thema ablenkend wäre der letzte Satz auch insbesondere für uns Katholiken ein bedenkenswertes Wort ins Stammbuch, davon mal ab).

JV