Grundlagen: soziale Gerechtigkeit

Seit Jahren beherrscht die Diskussion um soziale Gerechtigkeit die Medien und die öffentliche Debatte. Dabei wird diese Diskussion vor allem geprägt durch eine sozialistische und linke Ideologie, die inzwischen auch in weiten Teilen der CDU Einzug gehalten hat. Die katholische Soziallehre und das Naturrecht haben aber bereits seit Jahrhunderten eine

Das Vermächtnis des Bundeskanzlers Dollfuß

Vor 75 Jahren wurde der österreichische Bundeskanzler Engelbert Dollfuß ermordet. Am 25. Juli 1934, vor 75 Jahren, wurde der Bundeskanzler der Republik Österreich, Engelbert Dollfuß von National-Sozialisten in Wien ermordet. Seit dem Verbot der NSDAP in Österreich durch Dollfuß im Juni 1933 hatten die Nazis bereits Putschpläne vorbereitet. Dieses Verbot

Enzyklika Caritas in veritate: Sekundäres Christentum

Die Enzyklika Benedikt des XVI. ist in seiner Grundintention von dem gekennzeichnet, was man als „sekundäres Christentum“ bezeichnet. Diese Kritik an kirchlichen Verlautbarungen seit dem Vatikanum II stammt von dem sehr angesehenen italienischen Philosophen Romano Amerio. Er kennzeichnet das „sekundäre Christentum“ folgendermaßen: „Sie betrachtet es (das Christentum) nicht als das,

Die rechte Lebensordnung im Königtum Christi

Die wohlmeinende – wenn auch manchmal etwas unvollständige – Rezeption der päpstlichen Soziallehre, die in den Jahrzehnten vor dem jüngsten Konzil (1962-1965) in breiten Kreisen zum Vorschein kam, hat keine Fortführung in den Folgejahren erlebt. Das ist sehr zu beklagen, scheint allerdings die Folge einer oft mangelnden Vorbereitung der Herzen

Bischöflicher Hirtenbrief zur Bundestagswahl

Am kommenden Sonntag ist Bundestagswahl. Das Civitas-Institut erinnert in diesem Zusammenhang an einen wegweisenden gemeinsamen Hirtenbrief der deutschen Bischöfe, der den Finger in die eigentliche Wunde der Politik legt:   »Mit ernster Sorge beobachten wir deutschen Bischöfe die weltanschauliche und religiöse Entwicklung, die […] in unserem Vaterland und darüber hinaus

„Hermeneutik der Reform und die Religionsfreiheit“ – eine ausführliche Antwort

In einem Beitrag für die in Würzburg erscheinende katholische Zeitung „Die Tagespost“ (DT Nr. 115, vom 26.09.2009) hat der Theologe Martin Rhonheimer, Professor für Ethik und politische Philosophie an der vom Opus Dei getragenen Päpstlichen Universität Santa Croce, einen Beitrag unter dem Titel „Die ‚Hermeneutik der Reform’ und die Religionsfreiheit“

Rosenkranzgebet zum Wohl der Gesellschaft

Es gibt drei Haltungen der menschlichen Seele, welche das Wohl der bürgerlichen Gesellschaft ruinieren. 1) Widerwille gegen ein bescheidenes und arbeitsames Leben 2) Scheu vor Leiden 3) Vergessenheit auf die von uns erhofften künftigen Güter. Leo XIII. hat diesen drei Übeln ein unfehlbares Hilfsmittel entgegengestellt: das Rosenkranzgebet. Am heutigen Rosenkranzfest

Die Freude – Fundament des Sozialen

„Gaudete“ – „Freuet euch“ – so hat uns die Liturgie des III. Adventssonntages ermahnt. Und das bevorstehende Weihnachtsfest ist ja das „Fest der Freude“ par excellence, eine Bezeichnung, die der Katholik nicht vorschnell als Banalisierung auffassen sollte. Die Freude ist nach den Worten des hl. Paulus eine Frucht  des Heiligen

Dokumentation: Die „Kölner Leitsätze“ christlicher Demokraten nach dem Zusammenbruch 1945

Am 17. Juni 1945 trafen sich im zerstörten Köln im Kolpinghaus, dem „Zentrum“ der katholischen Arbeiterbewegung unter nahezu konspirativen Umständen 22 Personen, die eine neue politische Bewegung unter dem Namen „Christlich-Demokratische Volkspartei“ (CDVP) gründen wollten. Zu den Köpfen der Gruppe gehörte u.a. der ehemalige Reichstagsabgeordnete Leo Schwering und der ehemalige

Prinzipien über Gesellschaft und Staat

Wir veröffentlichen im Folgenden die Prinzipien für das Verhältnis von Gesellschaft und Staat, wie sie in dem führenden Standardwerk für die Ausbildung im Fach Philosophie für Theologen an amerikanischen Priesterseminaren aufgeführt werden. Diese Prinzipien sind für das Verhältnis von Kirche und Staat seit dem 5. Jahrhundert bestimmend gewesen und gehen

Warum Katholiken gegen die EU sind

Seit den Anfängen der Idee eines vereinten Europas hat die katholische Kirche diese Bestrebungen unterstützt. Katholiken waren nie gegen ein vereintes Europa. In zahlreichen Ansprachen von Papst Pius XII. aus den vierziger und fünfziger Jahren wird deutlich, dass er die Bestrebungen zur Gründung und zum Aufbau der damaligen EWG lebhaft