Prinzipien über Gesellschaft und Staat

Wir veröffentlichen im Folgenden die Prinzipien für das Verhältnis von Gesellschaft und Staat, wie sie in dem führenden Standardwerk für die Ausbildung im Fach Philosophie für Theologen an amerikanischen Priesterseminaren aufgeführt werden. Diese Prinzipien sind für das Verhältnis von Kirche und Staat seit dem 5. Jahrhundert bestimmend gewesen und gehen

Warum Katholiken gegen die EU sind

Seit den Anfängen der Idee eines vereinten Europas hat die katholische Kirche diese Bestrebungen unterstützt. Katholiken waren nie gegen ein vereintes Europa. In zahlreichen Ansprachen von Papst Pius XII. aus den vierziger und fünfziger Jahren wird deutlich, dass er die Bestrebungen zur Gründung und zum Aufbau der damaligen EWG lebhaft

Leo XIII: Arcanum Divinae Sapientiae über die Unauflöslichkeit der Ehe

Enzyklika Arcanum Divinae Sapientiae unseres Heiligen Vaters Leo XIII. an die Patriarche, Primaten, Erzbischöfe, Bischöfe der katholischen Welt, welche in Frieden und Gemeinschaft mit dem Apostolischen Stuhle stehen über die unauflösliche Ehe; ein Segen für die staatliche Gemeinschaft 10. Februar 1880 (Offizieller lateinischer Text: ASSXII [1879] 385-402) Ehrwürdige Brüder ! Gruß

Erste Einführung in die Lehre vom Staat

Erste Einführung in die Lehre vom Staat Der moderne Staat und die moderne Verwaltung wuchern, und das allein macht es schon wichtig, daß alle vernünftigen Menschen, die sich Gedanken um die Zukunft der Zivilisation machen, ihre Aufmerksamkeit darauf richten. Dieses ausgreifende Wuchern ist um so beunruhigender, als es einhergeht mit

Laßt uns Kathedralen bauen! (7)

6. Ausblick Seltsam seien wir, sagt Edmond des Papillons, Edmund von den Schmetterlingen in Marcel Pagnols völlig verkanntem Werk „La gloire de mon père“, „Der Ruhm meines Vaters“. Immer wollten wir wissen, was „dahinter“ liege: hinter der nächsten Wegbiegung, hinter dem nächsten Berg, hinter der nächsten Stadt, und dann: hinter

Laßt uns Kathedralen bauen! (6)

5. Europa und die Kunst Der St. Gallener Idealplan eines Klosters aus dem Jahre 820 läßt uns heute noch fast so sehr erstaunen, wie damals unsere Vorfahren über die Klöster gestaunt haben: das Kloster war eine völlig selbständige Einheit mit allem, was eine Gemeinschaft zum Leben braucht. Da gab es

Laßt uns Kathedralen bauen! (5)

4. Europäische Bildung Der Historiker Walter Brandmüller weist darauf hin, daß im frühen Europa eigentlich drei Institutionen prägend gewesen sind: neben das sacerdotium, das Priestertum, und das imperium, die weltliche Herrschaft, tritt die Universität, das studium. Die Universitäten sind die Orte, an denen die Kultur weitergegeben wird, und sie sind

Laßt uns Kathedralen bauen! (4)

3. Mission: Evangelium und Kultur Wenn von der Ausbreitung, dem Ausgreifen Europas nach Afrika und Asien gesprochen wird, so wird meistens an die imperialistischen Ausgriffe vor allem im 19. Jahrhundert gedacht – mit all den negativen Seiten und Folgen, die dieses Ausgreifen hatte und bis auf den heutigen Tag hat.

Laßt uns Kathedralen bauen! (3)

2. Europäische Völker und Nationen Volk und Nation sind Begriffe, die immer wieder neu und unterschiedlich definiert wurden. Wenn auch Franzosen keinerlei Identitätsprobleme haben, dann liegt das an einer relativ offenen Definition des Begriffes: die Revolution von 1789 bestimmte (es sei erlaubt, zu vereinfachen; die Geschichte ist etwas komplizierter), daß

Laßt uns Kathedralen bauen! (2)

1. Die Ursprünge des christlichen Europa. Die Wirtschaftskrise des 3. Jahrhunderts hatte Rom geschwächt. Erste Einfälle germanischer Franken machten klar, daß nun die Zeiten unsicherer sein würden, erste Wanderungsbewegungen setzten ein. Selbst das untergehende römische Reich hatte noch soviel zu bieten, daß es anderen Völkern verlockend erschien und jungen, kräftigen